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12.02.2007 - Rekordergebnis 2006

Umweltministerin Tanja Gönner zog am 12. Februar 2007 gemeinsam mit dem Baden-Württembergischen Handwerkstag, der Ingenieurkammer Baden-Württemberg und dem Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg in Stuttgart eine positive Zwischenbilanz bei der energetischen Sanierung von Gebäuden im Land. "Die energetische Modernisierung von Gebäuden boomt.

Im vergangenen Jahr war eine deutlich gestiegene Nachfrage festzustellen." Die vom Land und Handwerkstag geförderte qualifizierte Energieberatung sei auf einen Rekordwert gestiegen. "5.900 EnergieSparChecks wurden durchgeführt. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 50 Prozent", erläuterte Tanja Gönner. "Das ist eine erfreuliche Entwicklung und ein Beleg für ein gestiegenes Energiebewusstsein in der Bevölkerung." Ab diesem Jahr sollen neben Gebäudeenergieberatern des Handwerks auch dafür ausgebildete Ingenieure und Architekten den EnergieSparCheck ausstellen können. Notwendig dafür sei eine entsprechende Zusatzqualifikation.

Jeder sechste Euro der Bundesförderprogramm im Land investiert

Dabei gebe es im Wohnungsbestand weiterhin erhebliche Potenziale, Energie einzusparen und Energieeffizienz zu steigern, erläuterte Gönner. „Wir sind auf einem guten Weg. Es gibt aber immer noch eine Vielzahl an Wohnhäusern, bei denen der Energiebedarf um über 50 Prozent gesenkt werden kann.

Vor allem bei Gebäuden, die vor 1978 erbaut wurden, als es noch keine gesetzlichen Vorgaben zur Wärmedämmung gab, bestünden weit reichende Möglichkeiten, die Energiebilanz zu verbessern. Trotz des Booms ist nur ein kleiner Teil davon umfassend energetisch saniert.“ Die Bundesförderung solle noch in diesem Jahr durch Landesprogramme ersetzt werden, so Gönner. „Wir arbeiten zurzeit ein Konzept aus, bei dem es darum geht, die Energieeffizienz in bestehenden Gebäuden zu verbessern und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien im Neubaubereich zu fördern."

Landesweit 700.000 Wohngebäude brauchen einen Energieausweis

Die noch in diesem Jahr geplante Einführung einer Energieausweispflicht betrifft alle Eigentümer, die eine Wohnung neu vermieten oder das Haus verkaufen wollen. Der Energieausweis werde Transparenz über ihren Zustand schaffen und zusätzlichen Schub bei der Modernisierung bringen, zeigte sich Gönner überzeugt. Für Häuser mit bis zu vier Wohneinheiten müsse nach den derzeitigen Überlegungen der bautechnische Energiebedarf eines Hauses ermittelt werden. "Ein Energieberater begutachtet dazu das Gebäude und nimmt eine entsprechende Bewertung vor."

Dabei werde der im Land eingeführte EnergieSparCheck nicht nur den Anforderungen des Pflichtausweises gerecht. „Er beinhaltet dazu noch eine individuelle persönliche Beratung“, betonte Gönner. Für Ein- und Zweifamilienhäuser werde es dafür weiterhin eine Förderung von 100 Euro geben. Der Hausbesitzer bezahle ebenfalls 100 € und den Rest übernehme der Energieberater. "Wir wollen damit auch für selbstgenutzten Wohnraum den Anreiz aufrechterhalten, eine Energiediagnose durchzuführen."

Energieeffizienz: Handwerk mit hohem Maß an Fachkompetenz

Darauf wies BWHT-Hauptgeschäftsführer Hartmut Richter in der gemeinsamen Pressekonferenz hin. Der durch den Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT) und das Umweltministerium entwickelte Energiesparcheck habe sich zu einem der erfolgreichsten Projekte zur Förderung der Gebäudeenergieeffizienz in Deutschland entwickelt.

„Das Thema Energieeffizienz sei dem Handwerk auf den Leib geschrieben“, sagte Richter. Das Handwerk sei auf individuelle Lösungen spezialisiert und gehe dabei sparsam mit Ressourcen um. Seit 1999 haben EnergieSpar-Checker aus dem Handwerk mehr als 31.000 vom Umweltministerium finanziell geförderte Energieberatungen durchgeführt. „Um diese Leistung vollbringen zu können musste im Handwerk vor allem in die zusätzliche Qualifikation der als Energieberater tätigen Handwerksmeister ganz erheblich investiert werden.“ Die mit einer förmlichen Kammerprüfung abschließenden Ausbildungen zum Gebäudeenergieberater haben zwischenzeitlich mehr als 650 der Energiecheckberater absolviert.

Neues Informations- und Serviceangebot

Das Handwerk will auch in Zukunft das Thema Energieeffizienz nachdrücklich im öffentlichen Bewusstsein verankern. Dazu habe der Handwerkstag, so Richter, gemeinsam mit der EnBW zwei große Portale mit nützlichen Informationen und Serviceleistungen geschaffen. Das Portal www.gebaeudeenergieausweis-bw.de kläre darüber auf, wann und wo welcher Ausweis benötigt. Gleichzeitig liste eine umfangreiche Datenbank alle Fachleute auf, die befugt sind diese Ausweise auszustellen. Das zweite Portal www.energiesparfoerderung-bw.de zeige die zahlreichen Möglichkeiten bei der Finanzierung von energieorientierten Maßnahmen über die Programme auf der Bundes-, Landesebene bis zur- und kommunalen Ebene auf.

www.gebaeudeenergieausweis-bw.de
www.energiesparfoerderung-bw.de

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